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  Buchhandlung CLU
Claudio und Adele Sperandio
 
     
 


(bei einem Antiquariat am Bodensee)
Über uns
Claudio Sperandio - geboren am 24. August 1947- hat  gespürt, was es heißt, in einem kommunistischen Elternhaus aufzuwachsen.
Stolz war er schon,  dass in seinem Elternhaus in Stuttgart-Gablenberg die Stuttgarter Kommunistische Partei wieder belebt wurde. Andrerseits war es für den Neunjährigen  nicht  toll, dass 1956  nach dem KPD-Verbot sein Vater in Schönberg noch mal - nach den Erfahrungen des Hitlerfaschismus - Richtung Knast abgeholt wurde.

Claudio machte nach abgeschlossener Fotografen-Lehre bei der Fa. Gauss in Stuttgart als 19-jähriger erst einmal eine große Rundreise durch Spanien, zusammen mit seinem Freund Atze in einem alten Opel.  
Danach ging es bald ab nach Berlin, dort lockte die APO, das Studium am OSI auf dem zweiten Bildungsweg und dort ist er schließlich parallel mit seiner Heirat mit der Bremer Pastorentochter Adele Jarck 1971 auch in die Führung der KPD/ML gegangen.
Aber da, wie die KPD/ML sagte, das Herz der Arbeiterklasse nicht in Berlin schlug, sondern wahlweise in Hamburg (wo der Vorsitzende Ernst Aust residierte) oder im Ruhrgebiet, verschickte Claudio sich selbst nach Oberhausen, weil dort nach Karte ein Eisenbahnknotenpunkt war.
Mit dem Job als Technische Assistentin, den Adele Sperandio  bei der Gelsenberg in Gelsenkirchen annahm, war eine Werkswohnung in Gelsenkirchen-Horst verbunden, wo die durch Felix 1973 bereicherte Familie bis 1979 wohnte.
Claudio hielt es nicht allzu lange in der Führungsarbeit der KPD/ML und der Rote-Morgen-Redaktion; da er aber schon beim (wilden) Küppersbusch-Streik 1973  und auch sonstwo immer in der ersten Reihe stand, war es dann für ihn, trotz Umschulung zum Elektromechaniker, unmöglich, im Ruhrgebiet noch eine Arbeit zu bekommen.
So gingen wir 1979 in seine Heimat, nach Stuttgart zurück, wo Claudio bis zur Rente bei der Trafo-Union, erst in Cannstatt, dann nach der gewaltsamen - heute legendären - Stilllegung in Kirchheim/Teck arbeitete und als Betriebsratsvorsitzender ausschied. Inzwischen waren wir beide in den Hafen der DKP eingeschifft.
Nachdem auch bei Adele Sperandio das Leben in Lohnarbeit (Labor und Personalrat)  bei der Uni Stuttgart geendet hatte, bauten wir ab 2003 gemeinsam unsere Bücherbodega CLU auf.

Der Vater von Claudio, Rudolf Sperandio, hatte bei den Internationalen Brigaden in Spanien 1936-1939 gekämpft und war später in zweiter Ehe mit einer Spanierin verheiratet.
Daraus und aus vielen Reisen, meist  zu dritt  -  Claudio, Adele und Felix - nach Spanien, Cuba und Venezuela entstand ein Bücherschwerpunkt  von CLU: "Spanische und lateinamerikanische Literatur"- in deutscher und in spanischer Sprache.

Der Tod von Claudio 2007 hat viele traurig gemacht, er fehlt uns.

Ein Teil seines Vermächtnisses ist die Bücherbodega, mit der er fortschrittliche und kommunistische Bücher, Schriften und Erkenntnisse bewahren und weitergeben wollte.
Ich mache das, so gut ich kann, in seinem und in meinem Sinne weiter!

Adele Sperandio



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©2003 Claudio und Adele Sperandio – Buchhandlung CLU – clu@sperandio.net

 
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